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Hausbau-Planung

Das eigene Haus zu haben, ist Ihr Traum. Das Traumhaus zu bauen, ist eine Herausforderung – und zwar eine nicht zu unterschätzende. Damit Sie bei der Planung und in der Bauphase alles im Blick haben, haben wir einige grundlegende Tipps für Ihren Hausbau zusammengestellt.

John Kosmalla gibt einen Ratschlag
Ihrem Traum näherkommen: „Wer sein Traumhaus sucht, der sollte den Katalogservice von Musterhaus.net nutzen. Hier bekommt man maßgeschneiderte Infos kostenlos nach Hause.“John Kosmalla

Was Bauherren wissen müssen – die wichtigsten Tipps für den Hausbau

Der Hausbau, die vermutlich weitreichendste Entscheidung Ihres Lebens. Die nächsten zwölf bis 18 Monate haben Sie neben all den anderen Verpflichtungen einen äußerst anspruchsvollen Nebenjob: als Teilzeit-Bauherr.

Für den Hausbau müssen Sie eine Menge wichtiger Entscheidungen treffen. Sie müssen kaufen, planen, beauftragen, beantragen und beaufsichtigen. Unter anderem.

Allerdings sind die wenigsten Bauherren Fachleute in Sachen Innenausbau, Baufinanzierung oder Dachformen und zu all den vielen anderen Dingen, die man wissen muss. Musterhaus.net hilft Ihnen deshalb, auf die Schnelle Informationen zu den wesentlichen Themen zu finden. Von der Grundstückssuche bis zum Einzug sehen Sie hier das Allerwichtigste auf einen Blick. Damit Ihr Hausbau ein Erfolg wird.

Vor dem Hausbau

Grundstück & Baufinanzierung

Das passende Grundstück finden

Bevor der Hausbau gestartet werden kann, brauchen Sie natürlich Grund und Boden. Eine ungeheuer wichtige Entscheidung, schließlich werden Sie hier für viel Geld eine Immobilie errichten. Zu berücksichtigen sind vor allem bauliche Vorgaben und die Nachbarschaft, die Verkehrsanbindung und die Lage.

Bebauungsplan

Bebauungsplan richtig lesen

Was beim Hausbau architektonisch erlaubt ist und was nicht, das regelt der örtliche Bebauungsplan (B-Plan). Und zwar teils sehr detailliert und vor allem: verbindlich.

Denn Ordnung beim Hausbau muss sein. So wird beispielsweise in Siedlungen ein einheitliches Wohnbild gesichert. Der B-Plan schützt aber auch die Nachbarn vor unerwünschten Folgen. Jeder Bauherr sollte sich den Bebauungsplan in der entsprechenden Behörde seiner Kommune gründlich anschauen. Was man dabei zu sehen bekommt und beachten sollte, finden Sie hier.

Zum Artikel

Die optimale Baufinanzierung

So günstig wie aktuell war der Hausbau noch nie. Dennoch sollte nur bauen, wer einen beachtlichen Teil aus Eigenmitteln beisteuern kann oder ein gutes Haushaltseinkommen hat.

Um die Lücke zwischen Eigenkapital und Bausumme zu decken, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Die gängigste ist ein Kredit von einer Bank, einer Bausparkasse oder einer Versicherung.

Auch Kreditanstalten geben Geld für den Hausbau – oder unterstützen mit einer Förderung. Mit einem Baufinanzierungsrechner können Sie eine mögliche Baufinanzierung einmal durchrechnen.

Baufinanzierungsrechner

Der Baufinanzierer empfiehlt

Finanzierungstipps:

Hier finden Sie weiterführende Infos und Tipps unserer Redaktion zur Finanzierung des Hausbaus:

Planung des Hausbaus

Bauweise, Haustyp, Dachform, Quadratmeter, Ausbaustufe, Energiestandard, Keller

Bauweise wählen

Grundsätzlich können Sie sich beim Hausbau zwischen drei verschiedenen Bauweisen entscheiden: Ihr Traumhaus kann als Massivhaus, als Fertighaus oder, wenn Sie ein reines Holzhaus favorisieren, auch als Blockhaus gebaut werden. Detaillierte Infos zu den Bauweisen finden Sie hier:

Für einen Haustyp entscheiden

Drei Viertel aller Bauherren wünschen sich den Klassiker, ein frei stehendes Haus. Doch in der Praxis sprechen auch einige gute Gründe für andere beliebte Haustypen, zum Beispiel mit direkten Nachbarn, wie bei Reihen- oder Doppelhäusern.

Vor allem geteilte Grundstücks- und Erschließungskosten sowie niedrigere Energiekosten sind starke Argumente für einen alternativen Hausbau. Welcher Haustyp passt zu Ihrer Familie? Einen ersten Überblick über alle beliebten Haustypen finden Sie hier …

Alle Haustypen


Über 1.500 Häuser zur Auswahl

In unserer Hausliste finden Sie alle Häuser, zu denen es weiterführende Infos und informative Kataloge für Ihren Hausbau gibt. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich garantiert.



Ihr Traumhaus finden Sie hier!

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Alle Häuser


Dachformen

Passende Dachform auswählen

Auf Ihr Traumhaus gehört natürlich ein schönes Dach. Viele Haustypen bringen die passende Dachform bereits mit. Bei anderen wiederum hat man die Wahl zwischen zwei oder drei Dächern, die zum Haus passen könnten – und kann variieren.

Ein gutes Beispiel ist die Stadtvilla, die es mit vielen Dachformen gibt: zum Beispiel mit Zeltdach, Walmdach und, in der Kubus-Haus Variante, mit Flachdach. Oder das klassische Einfamilienhaus, das gerne mit Satteldach, Pultdach oder Walmdach gebaut wird. Hier finden Sie alles, was Sie über Dachformen beim Hausbau wissen müssen:

Zu den Dachformen

Die Hausgröße planen

Für den Hausbau ist es auch entscheidend, wie viel Platz Sie haben möchten. Nach oben hin sind, abhängig vom Budget, Grundstück und den baulichen Vorschriften, keine Grenzen gesetzt. Reicht ein kleiner Bungalow oder soll es doch lieber die großzügige Stadtvilla werden?

Dafür ist zunächst ist zu klären, wie groß der Platzbedarf ist. Neben den üblichen Gemeinschaftsräumen sollten dabei für alle Bewohner auch eigene Rückzugsräume eingeplant werden. Und: Sie sollten auch an die Zukunft denken und daran, wie sich die Bedürfnisse ändern könnten: Wird die Familie noch wachsen, wollen Sie später gegebenenfalls untervermieten?

Empfohlene Raumgrößen für den Hausbau:

  • Wohnraum mit Essplatz: 35-45 m2
  • Küche: 10-20 m2
  • Schlafzimmer: 15 m2
  • Kinderzimmer: je 10-12 m2
  • Arbeitszimmer: 10-15 m2
  • Bad: ab 10 m2
  • Diele: ab 5 m2

Hinzu kommen noch Flure, Stauraum, Gäste-WC – und weitere individuelle Räumlichkeiten nach Ihrem Bedarf.

Die Faustregel für die optimale Hausgröße ist dann eigentlich ganz einfach: Alle Räume, die Sie brauchen – von der Diele bis zu den Kinderzimmern – in Quadratmetern festhalten, zusammenrechnen und mit 1,3 multiplizieren.

Das Ergebnis ist die Bruttofläche, die reine Wohnfläche plus die Stellfläche für Wände. Also Ihre passende Größe für den Hausbau.

Raumaufteilung optimieren: der Grundriss

Grundrissplanung beim Hausbau

Den perfekten Grundriss für alle, für jede Familie und jede Lebenslage, den gibt es natürlich nicht. Aber mit ein paar Kniffen lässt sich jeder Grundriss optimieren. Am besten schon in der Planungsphase die Räume nach Nutzung und Funktion gruppieren und zusammenrücken: Küche und Esszimmer, Bad und Schlafzimmer etwa gehören zusammen. Das sorgt für kurze Wege und mehr Ruhe.

Auch Zimmerpläne sind hilfreich, erst leer, dann mit Möbeln. Was steht wo und möglicherweise wo im Weg? Wie ist das Raumgefühl: Wo schaut man hin, wo sollten Fenster, wo Wände, wo Türen sein? Generell ist offenes Wohnen mit wenigen Trennwänden nicht nur gut für das Familienleben, sondern schont auch das Baubudget. Bis zu zehn Prozent Kosten lassen sich einsparen, wenn man kompakt mit einfacher Raumaufteilung baut.

Tipp: Ein guter Architekt kennt alle Sparmöglichkeiten genau und kann sich bei der Grundrissplanung richtig lohnen! Die ideale Raumaufteilung ist zirka 70 Prozent für Wohnen, Schlafen, Arbeiten, 20 Prozent für Waschen, Baden, Stauraum. Der Rest ist die sogenannte Verkehrsfläche.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Haustypen und Möglichkeiten für Ihren Hausbau.

Viele Anregungen für gut durchdachte, bewährte Grundrisse gibt es in jedem Musterhauspark!

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Grundrisse auf Pinterest

Hausbau Pinnwand bei Pinterest

Baugrund untersuchen lassen

Keine Frage: Wer ganz sicher sein will, dass beim Hausbau nicht plötzlich hohe Mehrkosten aufpoppen, der lässt ein Baugrundgutachten erstellen. Die Untersuchung der Boden- und Bodenwasserverhältnisse zeigt, wie der eigene Baugrund beschaffen ist: Gibt es drückendes Grundwasser, ist der Boden tragfähig genug? Sind gar Altlasten vorhanden? Wichtig ist das Baugrundgutachten ganz besonders, wenn ein Keller gebaut werden soll.

Achtung: Bei vielen Hausanbietern ist das Bodengutachten für den Hausbau nicht im Angebot enthalten. Experten raten deshalb, zu versuchen, das Gutachten in den Vertrag zu verhandeln – oder notfalls die Kosten selbst zu tragen. Fazit: Das Gutachten ist Pflicht für jeden verantwortungsvollen Bauherren.

Baugrund Bodenprobe

Mit Keller bauen – oder ohne

Ein Hausbau ohne Keller, das ist in Deutschland für viele Häuslebauer immer noch unvorstellbar, gerade im Süden.

Hausbau mit Keller

Aber: Das Untergeschoss kostet und belastet das Baubudget beim Hausbau zusätzlich. Manche Bauherren belassen es deshalb doch nur bei der Bodenplatte. Experten schätzen, bis zu einem Drittel aller neuen Häuser hat keinen Keller mehr.

Bei der Beantwortung der Frage „Keller – ja oder nein“ sind vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend: Zum einen der Wert und die Beschaffenheit Ihres Grundstücks bzw. Bodens. Zum anderen die geplante Nutzung: Brauchen Sie nur Stauraum, planen also nur einen Nutzkeller? Oder überlegen Sie, dort auch zu wohnen oder zu arbeiten, gar zu vermieten?

Hausbau mit oder ohne Keller – keine leichte Überlegung und eine folgenreiche dazu, denn sie ist nicht mehr rückgängig zu machen. Wir haben deshalb einen umfangreichen Ratgeber erstellt – die praktische Entscheidungshilfe.

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Sparen mit Ausbaustufen

Selbst ist der Mann und natürlich auch die Frau: Wer Zeit und Talent hat, kann durch Eigenleistungen beim Hausbau Geld sparen. Unser Ratgeber Eigenleistungen zeigt, wie und wo es sich lohnen kann, selbst anzupacken.

Wieviel eigene Arbeit Sie tatsächlich in Ihren Hausbau stecken können, ist technisch gesehen auch abhängig von der Ausbaustufe. Die meisten Hausanbieter verkaufen Häuser nämlich in unterschiedlichen Stadien des Baufortschritts.

Vom Rohbau und dem Bausatzhaus bis zum Ausbauhaus gibt es besonders viel zu tun, hier sind teils großes handwerkliches Talent und viel Zeit unabdingbar. Beim einem „schlüsselfertigen Haus“ erwartet man eigentlich vier Wände, in die man nur noch einziehen muss – doch der Begriff ist Auslegungssache und muss in der Baubeschreibung fest definiert werden.

Ein komplett fertig gebautes, einzugsbereites „All inclusive“-Haus ist schließlich das bezugsfertige Haus. Jeder Hersteller hat seine eigenen Abstufungen.

Ausbaustufen - Eigenleistung Hausbau

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V.

Energieeffizient planen und bauen

Wer ein Haus baut, ist dazu verpflichtet energieeffizient zu planen und ein Energiesparhaus zu bauen. Dabei sind die Mindeststandards der Energieeinsparverordnung nach EnEV 2014/ 2016 einzuhalten und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu berücksichtigen. Alles, was über die Mindeststandards der EnEV hinausgeht, wird von der KfW staatlich gefördert.

Häuser, die sehr viel weniger Energie benötigen als ein EnEV-Haus, sind sogenannte Effizienzhäuser. Die aktuellen Effizienzklassen der EnEV 2016 sind unterteilt in KfW 55, KfW 40 und KfW 40 Plus. Ein Haus der Effizienzklasse KfW 55 hat beispielweise einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 Prozent im Vergleich zum EnEV Haus.Mit anderen Worten: je niedriger der „Wert“ der Effizienzklasse (die Kennzahl), desto besser der Energiestandard und umso höher die Förderung. Baut man ein KfW 55 Haus, erhält man von der KfW Bank bis zu 5.000 Euro Tilgungszuschuss plus max. 100.000 Euro Kredit. Beim KfW 40 Plus-Standard gibt es bis zu 15.000 Euro Tilgungszuschuss.

Ob und wie sich das kurz- und langfristig rechnet, ist auch abhängig von den Angeboten der Baufirmen. Denn bei manchen Firmen zahlt man pro Effizienzstufe nur 5.000 Euro, bei anderen ab 15.000 Euro aufwärts.

Haustechnik und Wärmeschutz entscheidend

Um die gewünschte Energieeffizienz zu erreichen, wird vor allem in die Haustechnik und den Wärmeschutz investiert. Das EEWärmeG schreibt dabei vor, dass ein bestimmter Teil der Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugt werden muss. Zum Beispiel mit einer Wärmepumpe, die heute Standard ist, etwa in KfW 55-Häusern. Hier wird meist Luftwärme genutzt, manchmal aber auch Erdwärmepumpen. Es gibt noch viele weitere Heizsysteme wie Holzpelletheizungen oder Eisheizungen. Die Wärmeabgabe wird heutzutage in den meisten Fällen über eine Fußbodenheizung geregelt.

Das Nonplusultra in Sachen Energiesparen beim Hausbau ist das Passivhaus, das annähernd luftdicht gebaut ist und deswegen keine bis minimale Heizkosten und wenig Stromkosten verursacht.

Baumaterial aussuchen

Von A wie Abdichtung bis Z wie Ziegel-Elementdecken – die Wahl der geeigneten Baumaterialien für den Hausbau ist etwas für Fachleute. Denn: Es gibt zwar viele Baumaterialien, aber nicht alle lassen sich problemlos kombinieren.

Vor allem Ihr Architekt kann bei folgenden Entscheidungen weiterhelfen.

  • Wandsystem: massiv oder mehrschalig
  • Außen- und Innenwände: z.B. Beton, Ziegel, Kalksandstein oder vielleicht aus Holz
  • Dämmstoffe: von Mineralwolle bis Hartschaum, oder natürliche Materialien wie Zellulose, Kork, Baumwolle uvm.
  • Dachdeckung: Betondachsteine, Ziegel in vielen Varianten, Kupfer, Schiefer uvm.
Massivhaus

Einige weitere Infos zur Materialwahl beim Hausbau finden Sie auf unserer Seite zum Thema Massivbau

Richtigen Baupartner finden

Hat man sich für ein Haus entschieden, muss ein passender Baupartner für den Hausbau her. Bei Musterhaus.net finden Sie die besten Baufirmen für Fertighäuser, Massivhäuser und Holzhäuser für Ihre Region, und zwar in unserer Übersicht.

Wir empfehlen ein Vorgehen in vier Schritten:

Informieren: Hausbaukataloge anfordern, Baufirmen recherchieren

Vergleichen: Musterhauspark besuchen, Internet nutzen (Referenzen)

Beraten lassen: Termin mit mehreren Baufirmen machen, plus ggf. mit Sachverständigen

Verhandeln: Gut vorbereiten, Bau-Leistungsbeschreibung vergleichen

Doppelseite eines Hauskataloges

Ihrem Traum näherkommen:

Holen Sie sich die passenden HAUSKATALOGE zahlreicher Anbieter GRATIS nach Hause! Blättern und vergleichen Sie in aller Ruhe — und genießen Sie die Vorfreude.

Die erfolgreiche Bemusterung

Bemusterungstentrum

Endlich wird das Traumhaus konkret. All das, was sich bisher nur in den Köpfen abgespielt hat, nimmt Form an! Die Bemusterung beim Hersteller ist deshalb einer der schönsten und spannendsten Termine für Bauherren während des Hausbaus.

Sie suchen sämtliche Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände, von den Fliesen bis zu den Türen, von Sanitärobjekten bis zur Fassade, mit den Beratern aus. Dabei müssen Sie aber, vor allem was die Kosten angeht, ordentlich kalkulieren – und einen kühlen Kopf behalten. Unser Ratgeber inklusive Checkliste hilft dabei.

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Die Bauphase

Bauablauf, Baustelle, Bauchsachverständige, Eigenleistung, Richtfest, Einzug, Fazit

Bauablauf und Bauzeiten planen

Zeit ist Geld, besonders am Bau. Jeder Baustellentag kostet und jeder Tag zu viel belastet das Baubudget für den Hausbau zusätzlich. Um die Termine der Gewerke und die Eigenleistungen zeitlich optimal zu koordinieren und die Baustelle am Laufen zu halten, ist deshalb ein Bauzeitenplan notwendig. Der Bauzeitenplan zeigt für den gesamten Bauzeitraum, wer für was zuständig ist – und vor allem, wann dieser daran zugange ist. Und er zeigt auf einen Blick, wer gerade auf der Baustelle arbeitet – und wer nicht. Terminabsprachen, die nicht eingehalten werden, sind eines der größten Ärgernisse beim Hausbau! Falls Handwerker für Rückstände sorgen, müssen diese auch dafür einstehen.

Allerdings nur, wenn alles penibel im Bauvertrag geregelt ist. „Damit es nicht zu Unstimmigkeiten und teuren Verzögerungen kommt, sollte jeder Vertrag einen detaillierten, chronologischen Bauablaufplan mit genauen Terminvereinbarungen beinhalten. In diesem Plan muss auch das Fertigstellungsdatum stehen“, rät der Verband privater Bauherren (VPB) deshalb.

Natürlich ist ein Bauzeiten- oder Bauablaufplan, wie er auch genannt wird, nicht in Stein gemeißelt, denn eine Baustelle ist äußerst dynamisches Gebilde. Es wird ziemlich sicher Störungen im Bauablauf geben. Nicht selten sind es sogar die Bauherren selbst, die dafür sorgen, indem sie zum Beispiel ihre Eigenleistungen überschätzen. Das wiederum kann zeitlich nachfolgende Gewerke in Bedrängnis bringen und eine teure Kettenreaktion auslösen. Weitsichtige Bauherren sollten also unbedingt auch Pufferzeiten einplanen.

Um sich einen Bauzeitenplan für den Hausbau zu erstellen, gibt es im Netz zahlreiche Tools. Dieses hier kann kostenlos heruntergeladen werden.

Bauzeitenplan

So sieht ein fertiger Bauzeitenplan aus

Die Baustelle sichern und einrichten

Als Bauherr sind Sie für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Für alle Schäden, die aufgrund von nicht vorschriftsmäßiger Sicherung entstehen, haften Sie. Deshalb ist eine Bauherren-Haftpflichtversicherungbeim Hausbau unverzichtbar.

Andererseits müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Baustelle ordnungsgemäß, das heißt nach der Baustellenverordnung (BaustellV) gesichert ist. Hier ist von der Schutzkleidung, der Absturzsicherung bis zur Sicherung an Verkehrswege alles geregelt.

Außerdem ist es prinzipiell Ihr Aufgabenbereich, dass auf Ihrer Baustelle die Infrastruktur für die Baufirma ausreicht: Bauwasser und Baustrom müssen gestellt werden, Bauzäune errichtet, Schuttcontainer bestellt und abgeholt, Miettoiletten und ein Bauwagen bereitstehen. Und noch viel mehr. All das oder Teile davon kann man auch an den Baupartner abgeben – das sollte aber penibel in einem Baustellenprotokoll festgehalten werden.

Baustellenzufahrt genehmigen lassen und herrichten

Ebenfalls in Ihren Verantwortungsbereich fällt das Herrichten und Vorhalten der Baustellenzufahrt.

Der ungehinderte Zugang zur Baustelle für die Baufahrzeuge muss gegeben sein, das heißt, die Zufahrt muss für die breiten und schweren Fahrzeuge passen. Wird dabei öffentlicher Grund, etwa ein Fußweg, überquert, muss zusätzlich ein vorübergehender Schutzbelag verlegt werden, damit es nicht zu Beschädigungen am Pflaster oder der Rohre und Leitungen unter dem Weg kommt. Für die diese Zufahrt braucht man eine Übergangsgenehmigung von Stadt oder Kommune. Noch etwas komplizierter wird es, wenn keine öffentliche Straße das Grundstück erschließt. Denn dann wird die Zufahrt zur Baustelle über das Nebengrundstück erfolgen, was bei Nachbarn meist keine Begeisterungsstürme auslöst. Bei der Einrichtung der Zufahrt sollte man darauf achten, den Boden ordentlich zu sichern, zum Beispiel mit Schotter, damit es keine Matschwüste gibt. Tipp: Wichtig sind gradlinige Wege auf der Baustelle und Zufahrt, denn viele Baustoffe sind so groß und unhandlich, dass sie nicht vernünftig um Kurven zu transportieren sind (z.B. meterhohe Fensterscheiben).

Rat eines Bausachverständigen einholen

Kaum ein Bauherr ist in der Lage, selbstständig den Baufortschritt beim Hausbau zu beurteilen und zu überblicken und ob alles korrekt von den Handwerkern erledigt wurde. Muss er auch nicht, denn für diese Aufgabe gibt es Spezialisten, sogenannte Bauchsachverständige oder Bauherrenberater – also unabhängige Bauingenieure.

Bausachverständiger

Ein Bausachverständiger begleitet in der Regel den kompletten Hausbau vom Kaufvertrag bis zur Schlüsselübergabe. Bei mehreren Terminen, den Begehungen, inspiziert er das Haus und weist auf mögliche Fehler hin. Das frühzeitige Erkennen und Beseitigen von Mängeln kommt deutlich günstiger als im Nachhinein. Das gilt für den Hausbau in eigener Regie ebenso wie für den „schlüsselfertigen Bau“ mit einem Fertighausanbieter.

Vor dem Kauf prüft der Bausachverständige die Verkaufsunterlagen. Nach erfolgreichem Kauf folgt dann der Check der Hausbauplanung. Bei den Begehungsterminen erledigt er die Abnahme von Keller, Dach, Rohbau, Installationen und prüft den Wärme- und Schallschutz. Zum Schluss folgt gemeinsam mit dem Experten noch die Bauabnahme inklusive des Abnahmeprotokolls.

Ein Bausachverständiger schafft also zusätzliche Sicherheit und spart in den allermeisten Fällen Kosten. Für die Beauftragung müssen rund 2.000- 3.000 Euro eingeplant werden.

Bei der Wahl des Sachverständigen sollte darauf geachtet werden, möglichst erfahrene Fachleute renommierter Einrichtungen zu beauftragen, denn in der Branche gibt es durchaus unseriöse Anbieter. Geprüfte, unabhängige Sachverständige vermitteln zum Beispiel der Bauherren-Schutzbund und der Verband privater Bauherren. Auch das Verzeichnis der Industrie- und Handelskammer ist empfehlenswert.

Sparen durch Selbermachen: Eigenleistungen

Klar ist es verlockend, selbst Hand anzulegen beim Hausbau, um Kosten zu sparen. Vor allem die Ausgaben für die Handwerker, deren Löhne immerhin mehr als die Hälfte der Bausumme ausmachen.

Doch aufgepasst: Um die Handwerkerkosten um zehn Prozent zu drücken, muss man rund 1.000 Stunden Eigenarbeit leisten – neben dem Job und der Familie. Bei 20 Stunden die Woche auf der Baustelle heißt das: ein Jahr Arbeit, nach Feierabend oder am Wochenende. Das sollte man bedenken.

Trotzdem machen rund 70 Prozent aller Bauherren etwas an Ihrem Haus in Eigenregie. Denn das spart nicht nur Geld, sondern fördert auch dem Spaß am Haus, zumindest, solange alles nach Plan verläuft. Die beliebtesten Eigenleistungen sind Maler- und Tapezierarbeiten (Ersparnis bis zu 70 Prozent der Kosten möglich), die Außenanlagen (also Garage, Garten und Co.) und Fußbodenarbeiten (Ersparnis rund 50 Prozent). Lohnend sind besonders jene Aufgaben, wo der Arbeitsaufwand im Vergleich zum Materialaufwand besonders hoch ist, also die arbeits- und lohnintensiven Tätigkeiten.

Wichtig ist, sich nicht zu überschätzen was das handwerkliche Talent und die körperliche Leistungsfähigkeit angeht. Selbst der begabteste Hobbyhandwerker braucht für Maurertätigkeiten, Rohre verlegen oder Verputzen mindestens doppelt so lange wie ein Profi!

Und Achtung: Wenn fleißige Helfer aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis mit an Bord sind, müssen diese gegebenenfalls versichert und anmeldet werden. Und falls diese etwas kaputt machen oder nicht richtig hinbekommen, hat man keinerlei Regressansprüche.

Tipp: Wenn Eigenleistungen, dann richtig! Handwerken lernen bei der Do it Yourself Academy.

Bodenverlegen in Eigenleistung
Richtfest feiern

Richtfest feiern

Wenn der Rohbau steht und der Dachstuhl errichtet ist, wird erst mal gefeiert. Das Richtfest ist gute, alte Tradition und versammelt Familie, Freunde, Nachbarn, Architekten und alle am Hausbau beteiligten Personen, um auf Ihre glückliche Zukunft im neuen Haus anzustoßen.

Der Richtspruch eines Zimmermanns und der Richtkranz gehören natürlich ebenso dazu, wie ein zünftiges Mahl.

Wie Sie das Richtfest so richtig feiern, lesen Sie in unserem ultimativen Ratgeber zum Thema Richtfest. Dieser beinhaltet sämtliche Informationen für Bauherren und Gäste. Zudem gibt es eine Checkliste, damit man auch nichts und niemanden vergisst.

Einzug stressfrei

Einzug ohne Stress

Die Möbelwagen rollen vor dem neuen Haus vor, und dann? Als erstes, idealerweise sogar schon ein, zwei Tage vor dem Einzug, kümmert man sich am besten um die zeitaufwendige Küche. Dann um das Bad und die Kinderzimmer, damit die Kinder schnell ankommen.

Und dann: Ruhe bewahren und zwischen Kisten auspacken und Möbel zusammenbauen auch mal genießen. Es ist geschafft und Sie sind in Ihrem neuen Zuhause!

Hausbau Dokumente

Unterlagen richtig ablegen

Korrespondenz, Anträge und Verträge nehmen schnell ein beachtliches Ausmaß an. Eine sorgfältige und systematische Ablage zahlt sich aus – fehlende Belege können teuer werden, zum Beispiel bei Reklamationen von Bauleistungen.

Auch gemachte Fotos während des Baus, etwa von Leitungen und Rohren, sind später sehr nützlich. Zudem ist man in vielen Kommunen verpflichtet, die vollständigen Bauunterlagen aufzubewahren. Hat man diese nicht, droht ein Bußgeld.


Fazit: Ein eigenes Zuhause planen

Ein Haus zu bauen ist definitiv eine Herausforderung: für Sie, Euch, die Gesundheit, für Ihre Lebensumstände in den nächsten zwei Jahren, nicht zuletzt für Ihre Finanzen.

Aber es ist machbar, Ihr eigenes Zuhause. Dafür braucht es allerdings eine solide Finanzierung, eine weitsichtige Planung und gute, qualifizierte Berater. Viele passende Tipps dazu lesen Sie auf dieser Seite und in unseren Ratgebern. Und auch für die passenden, zuverlässigen Hausbaupartner haben wir einige Empfehlungen für Sie auf Musterhaus.net.


Häufig gestellte Fragen zum Hausbau

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Hausbau?

Das Wetter hat großen Einfluss auf den Hausbau. Somit kann es entscheidend sein, wann ein Haus gebaut wird. In der Vergangenheit begann der Bau des Traumhauses meist im Frühjahr. Die Erde ist nicht mehr gefroren und das Wetter sehr mild. Von Baubeginn bis zu den letzten Handgriffen dauert es im Normallfall acht bis neun Monate. Einzugsbereit wäre das Haus demnach im November beziehungsweise Dezember. Alternativ beginnen heute viele Bauherren Anfang Herbst mit dem Projekt Eigenheim. So kann bis zum Winter der Rohbau fertiggestellt und das Dach gedeckt werden. Durch kalte Luft trocknet unter anderem der Estrich schneller. Dank qualitativ hochwertiger Baumaterialien und relativ milder Winter ist es mittlerweile auch möglich, im Dezember und Januar einfach mit dem Innenausbau des Hauses fortzufahren.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass mit dem Hausbau heute in fast jeder Jahreszeit begonnen werden kann. Schwierig wird es nur, wenn die Außentemperaturen unter 5°C sinken oder die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Unter diesen Umständen ist ein Baubeginn nicht möglich.

Welche Kosten gibt es beim Hausbau?

Beim Hausbau kommen eine Menge verschiedener Kosten auf Bauherren zu. Zunächst sollte der Grundstückskauf erwähnt werden. Falls noch kein Bauland zur Verfügung steht, müssen hier gegebenenfalls noch Kosten für den Makler, den Notar, einen Grundbucheintrag und die Grunderwerbsteuer gezahlt werden.
Wenn ein Grundstück vorhanden ist, müssen weitere Baunebenkosten gezahlt werden. Darunter fallen unter anderem Zahlungen für Bodengutachten, Baubegleitung, Vermessungen, Erdarbeiten oder die Einrichtung der Baustelle. Hinzu kommen einige Versicherungen wie die Bauherrenhaftpflicht und die Bauleistungsversicherung. Während des Hausbaus müssen Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser gezahlt werden. Final muss noch mit Ausgaben für die Außenanlagen und den Garten gerechnet werden.

Wo kann beim Hausbau gespart werden?

Beim Bau eines Hauses gibt es viele Sparpotenziale. Am meisten lässt sich natürlich bei den Baukosten selbst sparen. Zunächst einmal sollte die Größe des Hauses betrachtet werden. Umgerechnet kostet jeder Quadratmeter Wohnfläche schlussendlich ca. 1.500 Euro. Demnach sollten sich Bauherren frühzeitig darüber im Klaren sein, wie viel Wohnfläche das zukünftige Eigenheim wirklich benötigt. Neben der Größe des Hauses ist vor allem entscheidend, wie das Haus ausgestattet wird. Durch eine günstigere Ausstattung lässt sich extrem viel sparen, eventuell wird dadurch aber die Wohnqualität vermindert.
Neben den Baukosten kann auch durch Eigenleistung viel gespart werden. Allerdings überschätzen sich viele Bauherren. Die zusätzliche Arbeit am Haus kostet sowohl Kraft als auch Zeit. Aus diesem Grund sollten Sie sich im Vorfeld sehr gut überlegen, wie viel zusätzliche Arbeit für Sie zu schaffen ist. Eine Verzögerung des Baus kann die Kosten für das Haus nämlich sehr schnell in die Höhe treiben.
Weitere Kosten lassen sich durch staatliche Förderprogramme sparen. Hier sind unter anderem die KfW-Förderbank sowie das seit Kurzem ausgezahlte Baukindergeld zu nennen.

Wie lange dauert der Hausbau?

Wie lange ein Haus gebaut wird, hängt maßgeblich von der Bauweise ab. Die Bauzeit eines Fertighauses ist deutlich geringer als die eines Massivhauses. Während die Planung, der Bau und die Fertigstellung eines Massivhauses in der Regel sieben bis neun Monate andauert, benötigt ein Fertighaus insbesondere während der Bauphase deutlich weniger Zeit. Der Rohbau eines Fertighauses steht nach drei bis fünf Tagen. Bei einem Massivhaus dauert dies im Regelfall drei bis vier Wochen. Zudem fallen in einem Fertighaus die Trockenzeiten sehr kurz aus, da Mörtel und Beton kaum zum Einsatz kommen. Von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe vergehen somit ungefähr zwei Monate weniger als beim Massivhaus.

Wie viel Eigenkapital benötigt man für den Hausbau?

Im Grunde benötigen Sie keinerlei Eigenmittel, um ein Haus zu bauen, solange Sie die monatlichen Kosten für den Hausbau aufbringen können. Allerdings sind die Voraussetzungen für Kredite sehr unterschiedlich. Wir empfehlen Ihnen daher, ein unabhängiges Finanzierungsangebot bei unserem Partner Interhyp einzuholen. Die Experten für Baufinanzierung werden Ihnen Ihre Möglichkeiten und Sparpotenziale aufzeigen. In der Regel raten Banken und Kreditgeber dazu, mindestens acht bis 15 Prozent der gesamten Hauskosten durch Eigenmittel zu begleichen. Wenn der Hausbau also 250.000 Euro kostet, sollten Sie über Eigenkapital von 20.000 Euro bis 40.000 Euro verfügen.

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